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Impuls zum März 2026

Text: Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Grafik: © GemeindebriefDruckerei

Es ist zum Heulen, wenn man sich die Welt anschaut. Immer mehr Kriege, Not und Elend verbreiten sich, immer mehr Menschen leiden und der Hunger weltweit nimmt zu. Und was vielleicht das Schlimmste dabei ist: Wir können nur wenig bis gar nichts dagegen tun.

Jesus weint. Er steht am Grab seines Freundes Lazarus. Er ist bewegt vom Schmerz der beiden Schwestern des Lazarus, Maria und Martha. Und Jesus weint. Nicht aus Verzweiflung, sondern aus tiefer Anteilnahme. Ihm ist nicht egal oder gleichgültig, was geschehen ist. Den Tod des Lazarus nimmt er nicht einfach so hin und geht zur Tagesordnung über. 

Wer die Geschichte von Lazarus kennt, weiß: Durch Jesus wird er noch einmal aus dem Tod zurück ins Leben kommen. Jesus kämpft gegen den Tod. Und damit gegen alles, was Menschen bedroht und klein machen will. 

An seinen Weg erinnern wir uns in der Passionszeit. Sein Weg führt ihn ans Kreuz. Aber mit dem Karfreitag, seinem Todestag am Kreuz, ist seine Geschichte nicht am Ende. Sie geht weiter und findet am Ostertag ihren Höhepunkt in seiner Auferstehung. Das gibt uns Hoffnung. Gott ist nicht fern. Er weiß um unsere Grenzen, unsere Verluste und unsere Tränen. 

Deshalb ist es wichtig, dass wir uns vom Elend der Menschen anrühren und bewegen  lassen. Denn Gott fühlt mit – und wird Neues schaffen.

                                                         Pfarrer i.R. Peter Zahn