slider Dez 2022
Shadow

Impuls zum April 2025

Text: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart - Grafik: © GemeindebriefDruckerei

Der Evangelist Lukas erzählt in seinem Evangelium Kleopas und ein anderer Jünger seien „am gleichen Tag“, dem Auferstehungssonntag, in trauriger Stimmung von Jerusalem ins knapp 12 km entfernte Emmaus, ihr Heimatdorf, gegangen. Sie wollen eigentlich Abstand gewinnen von den Geschehnissen in Jerusalem; im wörtlichen und übertragenen Sinn, wollen vielleicht sogar vergessen, die Ereignisse hinter sich lassen. 

Allen Grund dazu hätten sie ja gehabt; die Woche von Palmsonntag bis Ostersonntag war die dichteste, die sie vermutlich je miterlebt haben. Sie war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, hin und her gerissen zwischen Hoffen und Angst um ihren Rabbi Jesus. Und sie, die Jünger, mittendrin: ratlos, kraftlos, mutlos.

Unterwegs begegnen sie dabei dem auferstandenen Jesus, ohne ihn jedoch zu erkennen. Der unbekannte Begleiter legt ihnen auf dem Weg im Gespräch die Heilige Schrift aus und erklärt, dass das Leiden des Messias gemäß den Verheißungen der Propheten notwendig gewesen sei. In Emmaus angekommen, laden sie den Reisebegleiter ein, die Nacht über bei ihnen zu bleiben. Beim Abendessen, als er das Brot bricht, erkennen sie ihn als den auferstandenen Jesus, der gleich darauf entschwindet. Noch am selben Abend laufen sie nach Jerusalem zurück, um den anderen Jüngern von der Begegnung zu berichten. Und jetzt? Jetzt brennen ihre Herzen vor Freude über die Nähe des Auferstandenen und seine Botschaft, die sie empfangen haben. Jetzt werden sie aktiv, finden kein Ende mehr in dem, was sie sich und anderen erzählen. Kein Wort mehr von Trauer, nur noch der hoffende Blick in die Zukunft.

Jesus ging ans Kreuz, aber durch die Liebe Gottes zu ihm und den Menschen hat er den Tod überwunden und ist nun als Auferstandener den Menschen nahe. Diese Botschaft lässt die Herzen der Jünger vor Freude brennen. 

Lassen auch wir uns von den brennenden Herzen der beiden anstecken und nehmen diese Osterbotschaft mit in unser Leben.

                                                                  Pfr. i. R. Michael Straka